Mitautoren gesucht!

Oktober 27th, 2011

Für ein im November startendes Social Media Webzine werden noch Mitautoren gesucht. Falls jemand Lust und Zeit hat, über Social Media Marketing, Monitoring, Reporting oder damit verbundene technische Themen zu schreiben: info [at] socialmediamag.de

Der Begriff Social Media ist derzeit in aller Munde. Aber was ist Social Media eigentlich und wie können diese “sozialen Medien” für das Maketing genutzt werden? Dan Zarella unternimmt im Social Media Marketing Buch einen Versuch zur Erklärung, der nicht nur für Marketingfachleute interessant ist, sondern auch für alle, die genauer wissen wollen, was sich hinter Blogs, Facebook, Twitter, Youtube, Flickr & Co. verbirgt.

Nach einer kurzen Einführung in die Welt von Social Media beleuchtet der Autor die wichtigsten “Säulen” von Social Media, nämlich Blogs, Microblogging á la Twitter, Social Networking, Mediasharing, Social Bookmarking, Verbraucherportale und Foren. Dabei ist es sehr hilfreich, dass Dan Zarella immer jeweils erst die Gemeinsamkeiten aller verfügbaren Anbieter des jeweiligen Bereichs, z.B. Mediasharing, zusammenfasst und sich erst dann der Beschreibung der einzelnen Sites widmet – beispielsweise YouTube, Flickr oder SlideShare. Am Ende eines jeden Kapitels fasst er die wichtigsten Tipps zusammen, was vor allem für all jene Leser wichtig ist, die wenig Zeit haben, aber schnell einen Überblick und entsprechende Handlungsanweisungen für den Einstieg benötigen.

In den letzten beiden Kapiteln stellt Zarella Strategien für den Social Media-Auftritt und dessen Erfolgskontrolle vor, die ebenso hilfreich sind wie seine Empfehlungen für verschiedene Clients zu Social Media-Diensten wie Twitter im vorderen Teil des Buches, aber diese komplexe Thematik natürlich nicht in aller Tiefe beleuchten können.

Alles in allem ist das Social Media Marketing Buch sehr praxisbzogen und lädt vor allem dazu ein, einfach einmal Social Media im Unternehmen einzusetzen, um anschließend beurteilen zu können, ob sich ein Auftritt dort als nützlich bzw. lukrativ erweist oder nicht. Wer sich hingegen mehr für strategische und marktingbezogene Aspekte von Social Media interessiert, greift vermutlich eher zu dem ebenfalls bei O’Reilly erschienen Buch Social Media Marketing – Strategien für Twitter, Facebook & Co.

Das Social Media Marketing Buch
Dan Zarella
1. Auflage
O’Reilly
Preis: 17,90 Euro
URL: http://www.oreilly.de/catalog/socmedmarkger/

Facebook ist mit über 400 Millionen Benutzern das größte Social Network der Welt und mit seinen umfangreichen Funktionalitäten wohl auch das interessanteste. In Deutschland sind inzwischen auch vermehrt Wanderbewegungen von lokalen Netzwerken wie StudiVZ und MeinVZ hin zu Facebook zu beobachten. Wer die Geschichte von StudiVZ samt all seiner kleinen und großen Skandälchen kennt, der weiß eh, dass dieses Netzwerk vermutlich vorrangig von Facebook abgekupfert und eingedeutscht wurde.

Da kommt das Facebook-Buch von Annette Schwindt gerade rechtzeitig, denn wer von anderen Netzwerken zu Facebook wechselt, ist anfangs schon einmal von der Funktionsvielfalt erschlagen und nimmt deshalb wichtige Einstellungen nicht vor oder schöpft die Möglichkeiten nicht voll aus. Die Kommunikationsberaterin mit Schwerpunkt Online-Kommunikation und Social Media erklärt die Struktur von Facebook und begleitet den Neubenutzer sicher und kompetent durch die einzelnen Teilbereiche von Facebook.

Annette Schwindt beginnt nach einer allgemeinen Einführung zu sozialen Netzwerken und lässt dabei auch das wichtige Thema Datenschutz nicht aus. Rasch ist das eigene Profil erstellt und die Einstellung der Privatsphäre so erfolgt, dass man sich weitgehend sicher in Facebook bewegen kann. Weiter geht es mit dem eigentlichen Netzwerken, dem Finden und Anschreiben von Freunden und der Teilnahme an Gesprächen auf Facebook. Dabei werden nicht nur reine Textbeiträge behandelt, sondern auch das Posten von Fotos und Videos.

Im nächsten Schritt wird die Verwendung der Facebook-Anwendungen und die Einbindung anderer Dienste in das eigene Facebook-Profil thematisiert. Nach den allgemeinen öffentlichen Informationen geht dann hin zu den privaten Nachrichten und Gruppen samt der zugehörigen Funktionalitäten, um Gruppen mit Leben zu füllen.

Für Unternehmen und Berater dürfte vor allem das Kapitel über die Seiten in Facebook interessant sein. Denn während ein Unternehmen für die Präsenz in Netzwerken wie StudiVZ mal eben locker fünfstellige Summen investieren muss, können Unternehmen, Bands, Künstler und sonstige Organisationen auf Facebook kostenfrei eine eigene Seite einrichten und sich so ganz einfach mit ihren Kunden vernetzen. Auch die Facebook Markup Language (FBML) zur Gestaltung der Seiten wird angesprochen und zur weiteren Information auf Quellen im Web verwiesen.

Für Website-Betreiber und Entwickler dürfte das Kapitel über die Social Plugins von Facebook sehr interessant sein, auch wenn es nicht das gesamte Facebook-API oder die Facebook Markup Language beschreibt, aber immerhin Beispiele und Hinweise darauf liefert.

Unter dem Strich kann man Anette Schwindts Facebook-Buch als eine gute und übersichtliche Gebrauchsanleitung für all jene verstehen, die sich mit Facebook intensiver befassen wollen, sei es privat oder beruflich bzw. gewerblich motiviert. Natürlich sollte klar sein, dass solch ein Buch bei einem immer weiter wachsenden und sich verändernden Netzwerk wie Facebook nur ein Ausgangspunkt für weitere eigene Erkundungen und learning-by-doing sein kann. Aber das sollte nach der Lektüre des Facebook-Buches ja kein Problem mehr sein.

Das Facebook-Buch
Annette Schwindt
1. Auflage
O’Reilly
Preis: 17,90 Euro
URL: http://www.oreilly.de/catalog/facebkger/

OpenOffice.org 3
Tobias Berndt
2. Auflage
O’Reilly Basics
Preis: 24,90 Euro
URL: http://www.oreilly.de/catalog/openoffice3ger/

Das Buch OpenOffice.org 3 von Tobias Berndt ist in der Reihe O’Reilly Basics erschienen und richtet sich daher vor allem an Einsteiger und an Umsteiger von anderen Office-Suiten. Zunächst war ich skeptisch, ob ein Buch mit weniger als 400 Seiten dazu geeignet sein könnte, einen umfassenden Überblick über die gesamte Office-Suite zu bieten. Schließlich kenne ich von meiner alltäglichen Arbeit und meiner Tätigkeit als IT-Trainer die Standardwerke von Microsoft, welche je Programm locker um die 800-900 Seiten stark sind.

Wie für jedes Buch über Open Source Software obligatorisch, startet auch dieser Titel nach dem Grußwort des Autors mit kurzen Erläuterungen zur Lizenz von OpenOffice.org, gefolgt von einem geschichtlichen Abriss, den Installationsvoraussetzungen und den Bezugsquellen der Software. Dann geht es aber rasch zur Sache mit der Einrichtung der Arbeitsumgebung und der Beschreibung der Arbeitsoberfläche inklusive der Grundeinstellungen. Der Autor versteht es, diesem Teil eine genau richtige Länge zu geben, so dass sich fortgeschrittene Benutzer nicht langweilen, aber auch Einsteiger ausreichend Informationen für den problemlosen Einstieg erhalten. So vorbereitet ist der Leser fit für die folgenden Kapitel, welche sich mit jeweils einer Anwendung von OpenOffice.org beschäftigen, also Writer, Calc, Draw, Impress und Base.

Das Kapitel über das Textverarbeitungsprogramm Writer ist natürlich das längste, aber das liegt nicht daran, dass der Autor jede einzelne Funktion des Programms beschreibt, sondern dem Leser auch gleich einen generellen Crash-Kurs in Textverarbeitung und Typographie zuteil werden lässt. Die Erläuterungen des Autors zur Strukturierung von Texten sind ebenso hilfreich wie die Tipps zur ansprechenden Formatierung von Überschriften, Absätzen, Tabellen und Grafiken. Schüler, Studenten und Akademiker werden vor allem auch die Beschreibungen über Inhalts-, Stichwort- und Literaturverzeichnisse bei Hausarbeiten zu schätzen wissen.

Selbstverständlich finden auch fortgeschrittene Themen wie Feldbefehle, Formulare und Serienbriefe ausreichend Platz in diesem Buch. Die Beschreibung zur Verwendung der Suchfunktion mit regulären Ausdrücken hätte ich hingegen nicht erwartet, aber diese dürfte selbst „alte Hasen“ der Textverarbeitung begeistern. Die Erklärungen des Autors laden zum sofortigen Ausprobieren ein – Erfolgserlebnisse garantiert. Das Writer-Kapitel schließt mit diversen nützlichen Hinweisen zum Verfassen ansprechender Texte inklusive einer Art Checkliste, welche auch gleich die Menüpfade bzw. Tastenkombinationen für die einzelnen Funktionen enthält.

Im gleichen Stil und dem gelungenen Kompromiss zwischen Ausführlichkeit und Länge wird der Leser im nächsten Kapitel an die Tabellenkalkulation Calc herangeführt. Auch hier wird dem Leser zunächst die Anwendungsoberfläche samt wichtiger Grundbegriffe und Tastenkombinationen vorgestellt, bevor wieder das erste Beispiel zum Mitmachen und Ausprobieren einlädt. Dabei kommen Formeln und Funktionen ebenso wenig zu kurz wie das Thema Diagramme für all jene, welche ihr Zahlenmaterial grafisch ansprechend darstellen möchten. Ein längerer Abschnitt behandelt fortgeschrittene Themen wie Datenmanagement und die Rechenwerkzeuge des Programms. Die Beispiele erreichen im Laufe des Kapitels eine Komplexität, die problemlos ausreicht, um mit Calc Auswertungen von Messreihen und Marketingdaten oder Berechnungen für einen Businessplan zu erstellen. Dennoch dürfte auch ein weniger erfahrener Leser hier noch „am Ball bleiben“ können, denn der Stil des Autors ist sehr gut verständlich und zielführend.

Eins der kürzeren Kapitel widmet sich dem Zeichenprogramm Draw, welches die einfache Erstellung von Vektorgrafiken ermöglicht. Der Leser lernt zunächst wieder die Arbeitsumgebung kennen, bevor es nach der Vorstellung von Hilfsmitteln wie Rastern und Fanglinien an das erste Beispiel geht. Dieses startet mit dem Einfügen, Positionieren und Skalieren von Objekten und führt über Anordnung, Ausrichten und Kombination von Objekten hin zum Erstellen vektorbasierter Zeichnungen, wie man sie für Flaggen, Grundrisse, Cliparts und einfache 3D-Elemente benötigt.

Die Kapitel über das Präsentationsprogramm Impress und das Datenbankmodul Base sind erheblich kürzer als jene zu Writer und Calc, aber das genügt dem Gesamteindruck des Buches nicht zum Nachteil. Denn letztlich ähnelt die Benutzeroberfläche von Impress dermaßen stark jener von Microsoft PowerPoint, dass es – entsprechende Vorkenntnisse vorausgesetzt – kaum ausschweifender Beschreibungen bedarf. Dennoch sind die Beispiele wieder so angelegt, dass man das Programm umfassend genug kennen lernt, um auch hier sofort produktiv arbeiten zu können.

Das letzte programmbezogene Kapitel stellt dem Leser das Datenbankmodul Base vor. Neben den Erläuterungen zur Benutzeroberfläche gibt es allgemeine Informationen über Datenbanken und deren Entwurf sowie zum wichtigen Thema Relationen. Vorkenntnisse in Microsoft Access oder einem anderen Datenbanksystem sind hier auf jeden Fall hilfreich.

Den Abschluss des Buches bildet ein kurzes Kapitel, welches Vorlagen und Erweiterungen für OpenOffice behandelt. Auf der beiliegenden DVD sind alle notwendigen Programmpakete und Dateien enthalten, um auch ohne Internetzugang sofort mit OpenOffice.org 3 durchstarten zu können.

Alles in allem erfüllt dieses Buch exakt den an die Reihe O’Reilly Basics gestellten Anspruch, „eine fundierte und doch kompakte Einführung für all jene, die schnell das Wesentliche über ein Thema erfahren wollen“ zu sein. Im Mittelpunkt stehen reale Aufgaben, praxistaugliche Lösungen und hilfreiche Tipps für den alltäglichen Umgang mit OpenOffice.org 3. Wünschen würde man sich vielleicht nur noch kurze Checklisten am Ende eines jeden Kapitels, wie man sie im Writer-Kapitel vorfindet. Auch ein kleiner Glossar, der wichtige Grundbegriffe von OpenOffice erklärt, wäre für manchen Einsteiger sicher hilfreich. Die praxisnahen Beispiele und der klare Stil des Autors sorgen dafür, dass es weder zu Langeweile noch zu Überforderung kommt. Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass es sich bei diesem Buch um eine Einführung mit dem Schwerpunkt auf Writer und Calc handelt. Es ist zwar umfassend, jedoch hinsichtlich der Programme Impress, Draw und Base weniger ausführlich. Hier helfen auf jeden Fall Vorkenntnisse aus dem entsprechenden Programmen anderer Office-Pakete wie Microsoft Office oder zusätzliche Fachliteratur weiter.

Fazit

Ein für Ein- und Umsteiger sehr empfehlenswertes Buch zum Einstieg in die Welt von OpenOffice.org 3, welches sich gleichermaßen für Schüler, Studenten und Arbeitnehmer eignet.

PS: Diese Rezension wurde natürlich ebenfalls mit OpenOffice erstellt ;)